1944 wird Erno Spielmann von Ungarn nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort beauftragt der KZ-Arzt Josef Mengele den jungen Mann, auf die Zwillinge aufzupassen, an denen der Mediziner experimentiert. Spielmann setzt sich mit all seinen Kräften für die Jungen ein und bringt sie nach der Befreiung durch den kalten polnischen Winter nach Hause. Und doch: Zeit seines Lebens wird der «Zwillingsvater» zweifelnd fragen: Habe ich im KZ alles nur erdenklich Mögliche gemacht, um für die Kinder einzustehen? Oder bin ich einfach ein feiger Kollaborateur?
Nach 1945 wird Erno Spielmann nicht mehr glücklich; zwar heiratet er, emigriert nach Israel, kriegt selber Kinder - und leidet doch immerfort an der Ohnmacht, nicht handeln zu können; leidet an Schuldgefühlen.
Migräne zeichnet ein Psychogramm, das sich universell, spezifisch und berührend mit Schuld und Befreiung auseinandersetzt.