Was ist Glaubenskommunikation? Wie kann dieser Begriff angesichts der Lebens- und Glaubenswelt junger Erwachsener konturiert und theologisch und spezifisch religionspädagogisch grundgelegt werden? Welche Anforderungen an und innovativen Perspektiven für Theologie und Religionspädagogik ergeben sich daraus?
In dieser Arbeit konturiert der Autor den Begriff Glaubenskommunikation ausgehend von der Lebens- und Glaubenswelt junger Erwachsener für die Theologie im Allgemeinen und die Religionspädagogik im Besonderen. Dazu wird sowohl die Lebens- und Glaubenswelt junger Erwachsener analysiert als auch die Begriffe des Glaubens und der Kommunikation aus verschiedenen theologischen Perspektiven und mit Hilfe kommunikationswissenschaftlicher Erkenntnisse umfänglich beleuchtet. Eine qualitative Interviewstudie mit jungen Erwachsenen in beruflicher Ausbildung fundiert und erweitert diese Erkenntnisse empirisch. Damit ist es möglich eine Theorie glaubenskommunikativer Räume grundzulegen, die für junge Erwachsene, Theologie, religiöse Bildung und Pastoral innovative Perspektiven eröffnet. Es wird deutlich, dass Glaubenskommunikation nicht nur in einer diffusen Art Prozesse der Glaubensweitergabe, des Glaubenslernens, der Katechese oder des Glaubensgesprächs bezeichnet, sondern bottom up zu strukturieren ist. Eine glaubenskommunikative Grundhaltung sowie die Sprachform des Erzählens ermöglichen eine gegenwartssensible Glaubenskommunikation - gerade auch im Übergang in das junge Erwachsenenalter und im Kontext religiöser Bildung.
Jakob Zimmer, Dr. theol., ist Pastoralreferent in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und war von 2020 bis 2025 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Katholischen Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (KIBOR) der Universität Tübingen.