Roger Willemsens Texte zur Literatur zum ersten Mal in einem Buch gesammelt:Eine Liebeserklärung an die Literatur und das Leben - und eine Erinnerung an einen außergewöhnlichen Menschen
Roger Willemsen und die Bücher - das war eine mitreißende Liebe, übermütig und intensiv. Kaum einer redet heute so lustig, offen und zugleich tiefernst vom Lesen, wie er es tat, ganz gleich, ob er kritisiert oder schwärmt, huldigt oder durchleuchtet. Klug wie kein Zweiter porträtiert Willemsen große Autorinnen und Autoren, erzählt von Märchen und analysiert das Obszöne in einem Essay von hoher Aktualität. Er stellt »10 Regeln für Leserinnen und Leser« auf, gibt mehr als siebzig ganz konkrete Buchempfehlungen und verspottet nach durchlebten Buchmessenächten den Literaturbetrieb. Sprühend von Witz und Geist unterzieht er die Literaturwissenschaft einer Fundamentalkritik und formuliert zum Thema »Literatur und Menschenrechte« das Notwendige.
»Als Kind las ich im Bett mit einem angewinkelten Arm als Kopfablage, so lange, bis der Arm einschlief. Wenn ich müde wurde, las ich mit einem Auge weiter, damit das andere schon mal vorschlafen konnte.«
»Man stelle sich vor, die Literatur würde nicht als eine schöne Kunst betrachtet und auch nicht wie ein minderbemittelter Bastard der globalen Vergnügungsindustrie. Man stelle sich vor, man nähme sie stattdessen für das, was sie ursprünglich vor allem ist: ein diagnostisches Medium mit hohem Sachverstand in allem, was die Bedingungen menschlichen Existierens angeht ?«
Roger Willemsen
Dieses einzigartige Buch zeigt Willemsen in seinen Büchern. Es ist die Summe eines Leselebens und lebendige Bibliothek.